Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Suchtprävention


Suchtprävention: Suchtfrei und Spaß dabei
AUFGABEN BEWÄLTIGEN, PROBLEME MEISTERN UND DAS LEBEN GENIESSEN

Suchtprävention ist Gesundheitsförderung und möchte helfen, Suchterkrankung zu verhindern. "Am besten sind Menschen vor Suchterkrankung geschützt, denen es körperlich, geistig und psychisch gut geht." (Prof. Hurrelmann). Die Fachstelle Suchtprävention bietet als gesundheitsförderndes Puzzleteil im Bildungs- und Erziehungssystem Unterstützung durch Fortbildungen, Maßnahmen, Projekte und Programme. Inhalte dieser Angebote sind neben Informationen über Sucht und Suchtstoffe die Auseinandersetzung mit persönlichkeitsstärkenden Erziehungszielen und Lebensbewältigungsfähigkeiten ("lifeskills").
Institutionen wie Schulen, Kindertagesstätten, Kirchengemeinden etc. können solche Maßnahmen verabreden. Einzelne Jugendliche und/oder ihre Eltern können bei Bedarf in der Jugendsprechstunde unterstützende Gespräche in Anspruch nehmen.
Mit dem Selbstkontrolltraining "SKOLL" können Jugendliche und Erwachsene im Gruppen- und Einzeltraining ihre Suchtgefährdung reduzieren und einen risikoarmen Konsum erreichen.
Informationen für Referate, Hausarbeiten u.a. erhalten Schüler und Studierende nach Terminabsprache. Besuche un­serer Beratungsstellen von Schulklassen im Rahmen entsprechender Unterrichtseinheiten können nach Terminverein­barung stattfinden.

(-> WEITERE INFORMATIONEN ZUM SELBSTKONTROLLTRAINING SKOLL)

Jugendsprechstunde
Göttingen: montags 16-17 Uhr
Aline Rheinfurth • Beratungs- und Behandlungsstelle
Schillerstraße 21 • 37083 Göttingen • Tel.: (0551) 72051 • E-Mail: aline.rheinfurth@suchtberatung-goettingen.de
Hann. Münden: montags 15-16 Uhr
Monika Steinkrauß-Kruhm •
Beratungs- und Behandlungsstelle
Welfenstraße 5 • 34346 Hann. Münden • Tel.: (05541) 981920 • E-Mail: suchtberatung.muenden@evlka.de

Präventionsveranstaltungen führen auch das Drogenberatungszentrum und die Beratungsstelle in Hann-Münden (Adressen siehe oben) auf Anfrage durch.


Frühinterventionsprogramm HaLT
HaLT – HART AM LIMIT

Dem bundesweiten, auch für Göttingen geltenden Trend von über 150% erhöhten Fallzahlen der Einlieferungen von Kindern und Jugendlichen mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, begegnet das Projekt HaLT – Hart am Limit auf breiter Ebene. Als Modellprojekt wurde es 2004 durch das Prognos-Institut evaluiert und inzwischen bundesweit implemen­tiert, so auch in Niedersachsen.
Das Projekt setzt sich aus zwei Bausteinen, zusammen: Dem einzelfallbezogenen, reaktiven Baustein und dem proaktiven Baustein mit Maßnahmen zur Einhaltung des Ju­gendschutzes. Für beide Bausteine ist eine gute Vernetzung verschiedenster Institutionen und der Kommune vor Ort Voraussetzung.
Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention hat Anfang 2009 das Projekt in der Region Göttingen implementiert. Sie ist gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro des Landkreises, der Stadtjugendpflege und dem Präventionsteam der Polizei Träger dieses Projektes. So können gemeinsame Maßnahmen der Alkoholprävention besprochen und abge­stimmt werden.
Im reaktiven Baustein im Rahmen des HaLT-Projektes bietet die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention jeweils eine Jugendsprechstunde in Hann. Münden (montags von 15-16 Uhr) und in Göttingen (montags von 16.00-17.00 Uhr) an. Jugendliche können so direkt nach einem Alkoholexzess am Wochenende im Brückengespräch diesen Vorfall ver­arbeiten. Auch die Eltern können sich zusätzlich oder gemeinsam zu dem Vorfall und ihren Möglichkeiten als Eltern, Einfluss zu nehmen, beraten lassen.
Weitere Informationen zum Projekt:
Flyer: HaLT in Niedersachsen Informationen für Interessierte
Flyer: HaLT in Niedersachsen Tipps für Eltern
Webseite: Halt-projekt.de

Jugendsprechstunde
Göttingen:
montags 16-17 Uhr
Beratungs- u. Behandlungsstelle • Schillerstraße 21 • 37083 Göttingen
Tel.: (0551) 72051 • Fax: (0551) 7704020 • E-Mail: info@suchtberatung-goettingen.de
Hann. Münden:
montags 15-16 Uhr
Beratungs- u. Behandlungsstelle • Welfenstraße 5 • 34346 Hann. Münden
Tel.: (05541) 981920 • Fax: (05541) 981923 • E-Mail: suchtberatung.muenden@evlka.de


Betriebliche Suchtprävention
GESUNDE ANGESTELLTE • UNSERE SUCHTVORBEUGUNG IN UNTERNEHMEN

Suchtprävention - ein Baustein betrieblicher Gesundheitsförderung
Unbehandelte Suchterkrankungen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Betrieb verursachen hohe Kosten, eine erhöhte Arbeitsunfallrate, Störungen im Betriebsablauf und Imageschäden. Warnsignale bei alkoholkranken Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern werden übersehen oder falsch eingeschätzt, es fehlen Kenntnisse über Handlungs- und Hilfsmöglichkeiten. Die Folge ist ein oft jahrelanges Vermeidungsverhalten, das letztlich kostenintensiv ist und für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Hilfe bietet. Frühzeitige konstruktive Interventionen können für alle Beteiligten hilfreich sein. Aufgabe der betrieblichen Suchtprävention als Teil der Gesundheitsförderung ist es, Ori­entierung und Handlungsanleitungen für die Praxis zu bieten.

Wir unterstützen Sie mit unserem Fachwissen und unserer Erfahrung.

Kontakt:
Göttingen

Beratungs- u. Behandlungsstelle • Schillerstraße 21 • 37083 Göttingen
Tel.: (0551) 72051 • Fax: (0551) 7704020 • E-Mail: info@suchtberatung-goettingen.de
Hann. Münden

Beratungs- u. Behandlungsstelle • Welfenstraße 5 • 34346 Hann. Münden
Tel.: (05541) 981920 • Fax: (05541) 981923 • E-Mail: suchtberatung.muenden@evlka.de


REGIONALER ARBEITSKREIS BETRIEBLICHE SUCHTHILFE (RABS) GÖTTINGEN 

Seit 2003 ist das betriebliche Suchtpräventionsteam unserer Fachstelle verantwortlich für die Organisation und Mode­ration des RABS. Vertreter aus etwa 13 bis 16 regionalen Betrieben und Verwaltungen kommen vierteljährlich zusam­men, um sich zu vernetzen und sich über aktuelle Themen auszutauschen. Hier arbeiten Betriebsärzte und Personal­abteilungsvertreter, Gesundheitsmanager, Betriebsräte, Sicherheitsfachkräfte, betriebliche Suchtberater und Sucht­krankenhelfer und wir als Suchtfachleute zusammen. Erfahrungen und Fachwissen ergänzen sich dadurch produktiv.
Wesentlicher Bestandteil der Treffen ist die vertrauliche Besprechung aktueller Fragen und Fälle.

Folgende Themen, die hier außerdem bearbeitet werden, seien beispielhaft genannt:
• Betriebsvereinbarungen "Sucht" in der Praxis
• Aufgaben der unterschiedlichen Funktionsträger in der betrieblichen Suchthilfe, z.B. betriebliche Suchthelfer, Betriebsärzte etc.
• Professionelle Hilfsmöglichkeiten für suchtkranke Mitarbeiter
• Problemlagen kleiner und mittlerer Betriebe
• BEM (betriebliches Eingliederungsmanagement)
• Konzepte betrieblicher Gesundheitsförderung
• Betriebsbesichtigungen

Unsere Angebote:
• Seminare für Personalverantwortliche zum Thema "Sucht und Suchtprävention in Betrieb"
• Training zur Gesprächsführung mit betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
• Follow-Up-Seminare zur Vertiefung und Auffrischung
• Seminartage für Auszubildende

Weitere Maßnahmen:
• Coaching für Personalveranwortliche
• Unterstützung betrieblicher Arbeitskreise bei der Entwicklung von Strategien und Konzepten
• Beratung von Betriebsräten und Vorgesetzten im Einzelfall "vor Ort"
• Untertützung bei der betriebsinternen Öffentlichkeitsarbeit für die Belegschaft
• Unterstützung bei der Entwicklung von Betreibsvereinbarungen un deren Umsetzung



Ambulantes Programm „Kontrolliertes Trinken“ (kT)
SELBSTKONTROLLE DES EIGENEN ALKOHOLKONSUMS ZUR TRINKMENGENREDUKTION   

Seit 2015 haben wir ein neues Angebot für Personen, die sich eine Veränderung in ihren Trinkverhalten wünschen und nicht chronisch alkoholabhängig sind.
Für viele Menschen ist Alkohol ein Begleiter im Alltag. Sie trinken so viel Alkohol, dass es ihrer Gesundheit schadet. Neben abstinenzorientierten Gruppen und Einzelangeboten gibt es jetzt die Möglichkeit über das ambulante Pro­gramm zum kontrollierten Trinken (entwickelt durch Prof. Dr. J. Körkel) sein Trinkverhalten eigenständig in Grenzen zu halten. Es ist ein ergänzendes Angebot für die Personen, die eine Abstinenz aus verschiedenen Gründen nicht errei­chen können oder wollen, sich aber Veränderungen in ihrem Trinkverhalten wünschen. Menschen mit riskantem, schädigendem Alkoholkonsum sind hier angesprochen.
Beim kontrollierten Trinken geht es um eine Reduktion der bisherigen Trinkmenge, wenn eine Person ihr Trinkverhal­ten an einem zuvor festgelegten Trinkplan ausrichtet. Das ambulante Programm zum kontrollierten Trinken umfasst zehn Sitzungen in wöchentlichem Abstand. Die Teilnehmer lernen nicht nur eigene Ziele festzulegen und Strategien zur Umsetzung zu erarbeiten, sondern auch, wie Belastungen und Stresssituationen ohne Alkohol angegangen werden können oder wie eine Freizeitgestaltung ohne Alkohol aussehen kann.

(-> FLYER: KONTROLLIERTES TRINKEN – kT)

Die zertifizierte kT-Trainerin erreichen sie in der
Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Welfenstraße 5 • 34346 Hann. Münden • Tel.: (05541) 981920 • E-Mail: suchtberatung.muenden@evlka.de



Referenzen

  • Beratungsstelle für die Mitarbeiter der Universität
  • Carl Zeiss Micro Imaging GmbH, Standort Göttingen
  • Conti Tech Transportbandsysteme GmbH, Northeim
  • E.ON Mitte AG
  • Finanzamt Göttingen
  • Niedersächsische Landesschulbehörde
  • Novelis Deutschland GmbH, Werk Göttingen
  • Polizeiinspektion Göttingen
  • Stadtverwaltung Göttingen
  • tedox KG, Harste